Andere Länder, andere Sitten. Während Ostern hierzulande eher sehr beschaulich im kleinen Kreis gefeiert wird und Kinder Süßigkeiten und bemalte Eier suchen, gibt es in Andalusien eine andere Tradition. Besondern in Cordoba. Die Semana Santa, die spanische Karwoche, ist ein absolutes Highlight im Frühjahr, wird bislang aber zum Großteil von gläubigen Einheimischen zelebriert.
Dabei dürfte die Heilige Osterwoche auch für Touristen und Besucher reizvoll sein. Schließlich locken die gesamte Woche über mehr als 50 Prozessionen, die einzelne Stationen des Leidensweges von Jesus Christus zeigen.

Dafür ziehen mehr als 1.500 Mitglieder so genannter Bruderschaften wie beispielsweise der "Cofradía de la Paz" oder der "Cristo de Gracia" durch die Straßen Cordobas und tragen teils gigantische Statuen. Diese nennt man Pasos. Es handelt sich hierbei um tischartige Konstruktionen mit geschmückten Abbildern von Jesus und Jungfrau Maria.
Die Bruderschaften bestehen oftmals nicht nur seit mehreren Jahrhunderten, sie sind auch ein Stück Familientradition. Waren die Eltern Mitglieder, tut es ihnen der Nachwuchs häufig gleich. Und das schon in jungen Jahren. Dabei ist der Job nicht leicht, denn so ein Paso wiegt schnell etliche Kilo und der Weg ist weit. Begleitet werden die Träger von Kapellen, die für musikalische Untermalung in Form von Marschmusik sorgen und somit den Rhythmus vorgeben.

Auftakt der Semana Santa, der Osterwoche von Cordoba, ist die "La Borriquita" am Palmsonntag. Dabei wird Christis Einwanderung in Jerusalem dargestellt und ganz Cordoba ist auf den Beinen. Kreuz und quer, Treppen rauf und runter folgt man den Nazarenern bis zur Plaza Tendillas. Hier muss jede Bruderschaft zu einer ganz bestimmten Zeit vorbeiziehen, denn damit wird zugleich die Startreihenfolge für das nächste Jahr festgelegt. Wer trödelt, startet früh und das bedeutet, dass kaum Einheimische die Prozession verfolgen. Ihr Ende finden die Karwochenfeierlichkeiten dann - nach Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag - am Ostersonntag. Hier wird die Auferweckung Jesu von den Toten gefeiert. Bis dahin finden jeden Tag Prozessionen statt. Die Hauptprozession ist am Karfreitag. Auch in Italien und Lateinamerika wird die Semana Santa übrigens mancherorts gefeiert. Allgemein findet man sie besonders in katholisch geprägten Regionen.

Wer über Ostern einen traumhaften Urlaub in Andalusien genießt, der sollte in Cordoba, die drittgrößte Stadt Spaniens besuchen und sich die Feierlichkeiten der Semanta Santa keinesfalls entgehen lassen. Nicht nur für Gläubige sind sie ein sehenswertes Spektakel. Die Musik, der Prunk und die Stimmung übertragen sich nahezu von selbst.

Weitere Informationen finden sich auch auf cordoba24.info.

Foto: Luis Fernández García

 
 

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