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Seite 1 von 2 Andalusien ist geschichtlich und kulturell durch ständige Besetzung von verschiedenen Kulturen gekennzeichnet. Von den Phöniziern wurden Handelstädte 1100 Jahre vor unserer Zeitrechnung gegründet. Die Griechen wurden 600 v.Chr. durch die Karthager, die für 4oo Jahre dort herrschen sollten, von der Iberischen Halbinsel verdrängt. Ab 201 v. Chr. herrschten die Römer in Andalusien und christianisierten es. Ihnen folgen die Goten. 710/711 n. Chr. landete der arabische Feldherr Tarik Ibn-Sijad innerhalb eines Jahres mit einem 7000 Mann starkem Heer von Nordafrika kommend beim Felsen von Gibraltar:Al-Andalus711 Die Soldaten Tariks besiegen im Juli ein Westgotenheer bei Jerez de la FronteraSeit 714 Die Iberische Halbinsel gehört nun als Provinz Al-Andaluz zum Kalifat der Omijaden von Damaskus. Mit den Arabern sind nordafrikanische Berber aus Mauretanien (allgemein bekannt als Mauren) mit ins Land gekommen. 732 Die Mauren werden von Karl Marell durch Siege bei Tours und Poitiers am weiteren Vordringen gehindert. 756 Der Omijade Abd ar-Rahmann I. gründet das Emirat von Córdoba, das die ganze Pyrenäenhalbinsel umfasst. Neue Kulturen (Reis, Zucker, u.a.), künstliche Bewässerung und Seiden- und Waffenproduktion ermöglichen eine hohe kulturelle und wirtschaftliche Blüte. Die Mauren dulden das Christentum und die Juden. 785 Córdoba beginnt der Bau der Moschee 929-1031 Kalifat von Córdoba. Unter Abd ar-Rahman III. werden Moscheen, Terrassenanlagen um den Palast, eine große Bibliothek und die Residenz Medina Azahara gebaut. 936 Beginn der Bauarbeiten an der Palaststadt Medina Azahara 985-997 Der Großvisier des Kalifen, Almansur, erobert Barcelona (985), León (987) und Santiago de Compostela (997). Höchste militärische Machtentfaltung der Mauren. 1031 Sturz des letzten omijadischen Kalifen. Das Kalifat von Córdoba löst sich in 20 unabhängige Teilstaaten auf. 1085 Alfons VI von Kastilien erobert nach 5 Jahren Toledo Seit 1086 Die zu Hilfe gerufenen Almoraviden schützen das Maurenreich vor den Christen und vereinigen den islamischen Teil Spaniens mit ihrem Reich in Nordafrika. 1147 Die Berbersekte der Almohaden erobert Nordafrika und Al-Andalus, wo sie sich ein Jahrhundert halten können. Trotz ständiger Kämpfe der Christen entwickeln sie eine rege Bautätigkeit. In Sevilla entstehen der Alcázar und die Giralda Die `Reconquista´1212 Almohaden erleiden eine schwere Niederlage gegen die verbündeten Heere von Kastilien, Arágon und Navarra, die den Untergang des islamischen Reiches einläutet. Die Mauren verlieren nach einander Córdoba (1236), Sevilla (1248) und Cádiz (1263).1238-1492 Königreich von Granada unter den Nasriden. Mohammed ibn al-Ahmar gründet das von Gibraltar bis Almería reichende Königreich. 1246 Granada wird dem König von Kastilien tributpflichtig. 1248 Der maurische König von Granada erobert auf der Seite der Christen Sevilla 1275 Mohammed siegt mit Hilfe des Sultans von Marokko über die Kastilier bei Écija und Martos. 1292 Granada verliert Tarifa 1300-1400 Kulturelle Glanzzeit Granadas mit dem Bau der Alhambra 1309 Gibraltar fällt an die Christen 1333 Vorübergehende Rückgewinnung Gibraltars durch die Mauren (bis 1462) 1344 Die Kastilier erobern Algeciras 1370 Pedro der Grausame lässt seinen Alcázar in Sevilla erbauen 1479 Die beiden großen Königreiche vereinigen sich durch die Hochzeit von Isabella von Kastilien und Ferdinand von Aragón ( les Reves Catholic). Den Mauren erwächst ein übermächtiger Gegner. 1481 Beginn des Krieges zwischen Granada und Kastilien. Kastilien erobert das Land nach und nach, so auch Málaga 1487. Granada ist somit vom Meer abgeschnitten. 1492 Am 2.Januar ziehen die katholischen Könige in Granada ein. Der letzte maurische Herrscher Abu abd-Allah flieht nach Afrika, mit ihm gehen acht Jahrhunderte islamischer Kultur in Südspanien unter. Die folgende Vertreibung von Mauren und Juden bedeutet einen großen Rückschlag für das weitere kulturelle und wirtschaftliche Leben in Spanien. |
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Geschichte 
